Von Honningsvåg nach Oslo — Mit Schiff und Bahn

Wie oft muss man nach Nor­we­gen fahren, um wirk­lich das ganze Land gese­hen zu haben? Unendlich viele Male. Das würde ich zumin­d­est behaupten. Für ein Road­trip eignet sich das Land wun­der­bar. Was man für solchen Urlaub allerd­ings notwendig braucht, ist Zeit. Da sie bei meinem diesjähri­gen Urlaub eher begren­zt, der Wun­sch “Nor­we­gen zu sehen” aber sehr groß war, ist die Wahl auf eine Hur­tigruten­reise von Hon­ningsvåg bis nach Bergen und eine darauf­fol­gende Zug­fahrt von Bergen nach Oslo gefall­en. Hier kommt nun ein umfan­gre­ich­er Bilder­bericht von acht Tagen Nor­we­gen.

Um es kurz zusam­men­z­u­fassen: sowohl die Hur­tigruten als auch die Bergen­bahn machen ihrem Ruf als die schön­sten Urlaub­sstreck­en Nor­we­gens alle Ehre. Es ist etwas schade, dass die Schiffe manche Häfen bei Dunkel­heit oder nur für 15–30 Minuten anlaufen und der Zug nur für einige Minuten in den kleinen Orten in den Bergen anhält. Auf der anderen Seite ergibt sich ger­ade bei der Schiff- und Zugreise eine beson­ders span­nende Per­spek­tive auf die weitläu­fige nor­wegis­che Land­schaft. Hat man dazu auch noch Glück mit dem Wet­ter, das, wie es sich dieses Jahr gezeigt hat, im Okto­ber sog­ar in Nord-Nor­we­gen bess­er sein kann als im Juli, bleibt man die meiste Zeit gefes­selt am Fen­ster oder auf dem Deck ste­hen. Vier Tage an Bord von einem Schiff und sieben Stun­den im Zug kön­nen sich ja manch­mal unendlich lang anhören. Im Fall der Hur­tigruten und der Bergen­bahn kommt einem die Zeit hinge­gen viel zu kurz vor.

Zusam­menge­fasst war die Reise ein voller Erfolg und ich kann sie nur weite empfehlen. Man sieht wirk­lich Viel vom Land und ist meist mit­ten drin in der wun­der­schö­nen Land­schaft!

Übri­gens:
Im Rah­men des nor­wegis­chen TV-For­mats Slow TV wur­den bere­its bei­de Streck­en gefilmt. Die Reise mit der Bergen­bahn war das über­haupt erste Pro­jekt, das im Jahr 2009 jed­er Minute für Minute  im Fernse­hen ver­fol­gen kon­nte. Eine ganze Hur­tigruten­reise kon­nte man sich im Jahr 2011 von zu Hause aus anschauen. Bei­de Sendun­gen sind weit­er­hin online zugänglich.

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