The Sign Festival 2016

Let­ztes Jahr im März feierte das schwedis­che Label Gaphals in Linköping mit einem zweitägi­gen Rock­fes­ti­val sein fün­fjähriges Beste­hen. Schon damals wurde eine Fort­set­zung des Fes­ti­vals angekündigt und so fol­gte dieses Jahr am Oster­woch­enende die zweite Aus­gabe.

Das let­zte Fes­ti­val war schon ein Meilen­stein für uns und wir haben damit viel Aufmerk­samkeit erregt. Das hat uns gezeigt, dass es in Linköping ein Rock­pub­likum gibt und dass die Leute mögen, was wir machen. Deshalb woll­ten wir das gern fort­führen. Es macht Spaß und mit­tler­weile ist die Nach­frage auch wirk­lich groß!” erzählte mir Patrik, ein­er der Ini­tia­toren.

Auch dieses Jahr bestand das Line-Up aus 20 Bands, alle­samt aus Schwe­den und über­wiegend aus der Region Östergöt­land, die auf den zwei Büh­nen der Loca­tion The Crypt verteilt wur­den. Doch anson­sten hat­te sich einiges geän­dert:

Heute sind wir nicht mehr nur Gaphals, son­dern haben fünf unter­schiedliche Plat­ten­la­bels bzw. fünf unter­schiedliche Etiket­ten. Dieses Fes­ti­val heißt „The Sign“, welch­es eines der Labels ist, auf dem wir eher Rock bzw. Hardrock und etwas extremere Sachen veröf­fentlichen.
Wir haben einge­se­hen, dass es etwas ver­wirrend war, dass wir unter Gaphals sowohl Elek­tropop als auch Death Met­al und Punk her­aus­ge­bracht haben. Wir mögen ein­fach so viele ver­schiedene Musik­stile. Aber es war schwierig diese Gen­re­vielfalt nach außen zu kom­mu­nizieren,” so Patrik.

In diesem Sinne ist das Pro­gramm für das The Sign Fes­ti­val auch strin­gen­ter aus­ge­fall­en, während das Gaphals Fes­ti­val 2015 gen­remäßig etwas bre­it­er war (hier find­et ihr das gesamte Line-Up). Für mich war ein Großteil der Bands unbekan­nt, viele aber eine sehr pos­i­tive Über­raschung. So zum Beispiel schon der Eröff­nungs­act Old Ker­ry McK­ee aus Göte­borg, der mit ein­er eigen­willi­gen Wahl an Instru­menten und ein­er Mis­chung aus Folk und Blues aufwartete. Mir eben­falls völ­lig unbekan­nt, aber auch eine der tollen Über­raschun­gen, waren Dri­ving Rain aus Stock­holm. Horisont, ein­er der Head­lin­er, hat­ten zwar vorher nicht so recht mein Inter­esse weck­en kön­nen, überzeugten live aber dur­chaus. La Fleur Fatale aus Linköping, stachen mit ihrem sehr beson­deren Sound aus psy­che­delis­chem Poprock wohl am meis­ten her­aus. Einen ful­mi­nan­ten Abschluss am Fre­itag liefer­ten natür­lich die Dead­heads, die mit ihrem tem­por­e­ichen High-Ener­gy-Rock auch noch zu später Stunde das verbliebene Pub­likum mitreißen kon­nten.

Am Sam­stag zählten neben Sat­urn die Lokalmata­dore Obliv­i­ous zu meinen High­lights, die vor allem mit großer Spiel­freudigkeit glänzten. Die mit Abstand inter­es­san­testen Ent­deck­un­gen waren aber Siena Root und die völ­lig unbekan­nte, sehr junge und bis­lang unveröf­fentlichte Band Orkan. Siena Root überzeugten mit vir­tu­osen Sound und einem markan­ten Orgel­spiel. Orkan wiederum gaben mit jugendlich char­man­ter Frische eingängi­gen 70er Prog­grock zum Besten und beein­druck­ten zusät­zlich mit ihrem Sax­o­fon­spiel.

Zwis­chen­durch gab es natür­lich auch Gele­gen­heit, bei schön­stem Früh­lingswet­ter Linköping ein wenig zu erkun­den und vor Ostern die let­zte Sem­la in diesem Jahr zu essen:

 

 

 

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