Go Go Berlin

Nach ein­er  — zugegeben­er­maßen nicht allzu lan­gen — Pause melden sich die fünf Jungs von Go Go Berlin endlich mit einem neuen Album zurück. Außer­dem gehen sie im Herb­st auf Deutsch­land­tour. Dop­pel­ter Grund zur Freude also!

194827Elec­tric Lives heißt das neue Album und  bein­hal­tet ins­ge­samt 12 neue Songs. Dabei set­zten die Dänen auf Bewährtes mit ein­er ordentlichen Por­tion Neuem. Wie schon auf ihrem Debü­tal­bum New Gold zele­bri­eren Go Go Berlin erneut den Look der Siebziger und auch musikalisch sind ihre Lieder größ­ten­teils dem Stil der Ver­gan­gen­heit angelehnt. Instru­men­taltisch wird das Reper­toire dies­mal noch um ein paar Stre­ich­er erweit­ert, wie im Intro “006”, das drama­tisch auf das Album ein­stimmt.  Mit “Maybe Tomor­row” steigen Go Go Berlin dann auch voll ein und präsen­tieren einen Song, der gle­ich zum Mitsin­gen ani­miert, aber auch zum Nach­denken über die eigene Zukun­ft. “Kids” dage­gen ist quitschiger, schriller und die Lebens­freude sprüht aus wirk­lich jed­er Gitarre und jed­er Note. Bei “Rest for the Rest­less” wird eine Ruhep­ause gegön­nt und es ist Zeit die Feuerzeuge her­auszu­holen und die kitschi­gen Worte aufzusaugen. Frontsängers Chris­t­ian Vium umspielt wieder mal gekon­nt alle Noten und schöpft sein Klangspek­trum wun­der­bar aus.
Das zehn­minütige “Starlight/WDYW” vere­int dage­gen psy­che­delis­che Klänge mit stampfen­d­em Hym­nen und Chor­ein­lage und fällt so ein wenig aus der Rei­he.

https://youtu.be/gdrPUhxccB0

High­light von Elec­tric Lives ist aber ein­deutig die gle­ich­namige Sin­gle. Die schram­melige Gitar­ren­melodie ist ein­fach wun­der­bar und Chris­tians Stimme ankla­gend und schme­ichel­nd zugle­ich. Vor dem inneren Auge erscheint beim Hören des Stücks sofort eine gren­zen­lose Weite voller Frei­heit und Aus­ge­lassen­heit, in die man für immer ein­tauchen möchte. Mit “All Mine” leg­en Go Go Berlin dann noch einen Song mit schw­eren Syn­thie-Bässen vor, wie um zu beweisen, dass sie sich nicht in eine Schublade steck­en lassen. Mit einem klas­sis­chen Kuschel­rock-Stück schließt das Album dann auch ab.

GGB2015-1 kopiElec­tric Lives ist defin­i­tiv ein gelun­gener Nach­fol­ger von New Gold, der sich nicht zu ernst nimmt und vor allem authen­tisch ist. Den Spaß und den Enthu­si­as­mus, den Go Go Berlin ein­deutig beim Machen des Albums ver­spürt haben müssen, schwingt in jed­er Note, in jedem gesun­gen bis gerotztem Pop­punk-Part mit.

1 Kommentare

  1. Pingback: Go Go Berlin im Interview

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.