Everywhere

Für ihre Fans und Sophie Zel­mani selb­st ist es wohl kaum vorstell­bar, dass ihr erstes Album “Sophie Zel­mani” schon zwanzig Jahre alt ist. Im ver­gan­genen Herb­st veröf­fentlichte die schwedis­che Sän­gerin in ihrer Heimat bere­its das zwölfte Album “Every­where”. Heute, fast ein ganzes Jahr später, erscheint das gute Stück nun auch bei uns in Deutsch­land und kann damit hof­fentlich an ihren Erfolg von 2007 anknüpfen. Damals schaffte es “Mem­o­ry Loves You” näm­lich bere­its in die Top 100 unser­er Alben­charts.

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Der Long­play­er “Every­where” startet recht min­i­mal­is­tisch. Sophie Zel­mani bedi­ent sich im Open­er “By Your Side” lediglich einiger Akustik-Gitar­ren und zurück­hal­ten­dem Back­ground-Gesang. Die ruhige Atmo­sphäre beschert jedoch schnell ein Gefühl von Ver­trautheit. Der Titel­song “Every­where” ist unweiger­lich der Höhep­unkt der Plat­te. Unter dem Mot­to “Ein­samkeit sucht Zweisamkeit” ertönt die ein­fühlsame Bal­lade und erin­nert dabei an all die großen Werke, die jed­er von uns aus den Liebesszenen divers­er Hol­ly­wood­filme ken­nt. Auch “When you remem­ber” überzeugt durch die anfänglich eingängige Melodie, welche schnell alle Aufmerk­samkeit auf sich zieht. Dass man jedoch nicht immer Trüb­sal blasen muss, beweist Sophie Zel­mani mit “Got to go with love”. Schnell zaubert sie mit ein paar Akustik-Gitar­ren das per­fek­te Lager­feuer­lied für einen Spät­som­mer­abend. Nach 39-minütiger Selb­stre­flek­tion und jed­er Menge Gefühlschaos bit­tet Zel­mani let­z­tendlich um Verge­bung. “For­give­ness” ver­ab­schiedet den Hör­er zwar kurz und knapp, aber mit der Gewis­sheit, dass dies nicht das let­zte Werk Zel­ma­n­is gewe­sen sein wird.

Man kann nicht abstre­it­en, dass die meis­ten Songs des Albums “Every­where” ähn­lich klin­gen. Den­noch tut dies dem Long­play­er keinen Abbruch. Zel­ma­n­is Erfol­gsrezept, welch­es auf Gefühl sowie absoluter Offen­heit und Ehrlichkeit durch ihre Texte basiert, bewährt sich zurecht in jedem ihrer Alben aufs Neue.

Info
: 25.09.2015
Label: Oh Dear Record­ings
Laufzeit: 12 Songs, 40:49

Ter­mine für die Konz­erte kön­nt ihr hier nach­le­sen.

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