Siri und die Eismeerpiraten von Frida Nilsson

von Mar­ti­na Sander

Fri­da Nilssons „Siri und die Eis­meer­pi­rat­en“ ist ein unglaublich gutes Buch, zugle­ich pack­end, wun­der­schön, fan­tasievoll und ver­störend. Für Zehn­jährige vom Ver­lag anvisiert, ist es auch für Erwach­sene eine klare Leseempfehlung. Szener­ie und Plot hal­ten zwis­chen Real­ität und Fan­tastik, zwis­chen schau­ri­gen und schö­nen Momenten eine geniale Bal­ance, die Dra­maturgie ist furios erdacht. So wie das Eis wun­der­voll schillert, so knackt es auch gefährlich; hin­ter dem Schö­nen zeigt sich bei Nils­son immer auch das Grauen. Das Leben im Nor­den ist hart und so sind es auch die Men­schen im Eis­meer. Sie jagen Wölfe, ziehen den Meer­jungfrauen­babys die Haut ab, steck­en Vögel für den Fis­chfang ins Joch. Sie ver­w­erten alles und teilen ihre Fet­zen nicht. Siri han­delt allerd­ings vor­bildlich, hat eine hohe Achtung vor allen Geschöpfen, ihr bedeutet Geld nichts, aber Fre­und­schaft alles. Sie ist treu, wil­lensstark und mutig.

Die schwedis­che Autorin Fri­da Nils­son hat mit Siri (mal wieder) ein starkes Mäd­chen­porträt kreiert, einen Vor­bild­charak­ter, dem ganze Fam­i­lien bei gemein­samen Leseaben­den fol­gen kön­nen.

Erhältlich in eur­er Buch­hand­lung vor Ort!

Info
Fri­da Nils­son
Über­set­zt von Friederike Buchinger
Ger­sten­berg Ver­lag, 376 Seit­en

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