Rentiere — Ein paar Fakten und Bilder

Das Ren­tier gehört eben­so zum Nor­den wie die roten Häuschen zu Schwe­den oder die Fjorde zu Nor­we­gen.

Ja, wo laufen sie denn?

Sie leben in Lap­p­land und Nor­dostrus­s­land in großen Her­den und bewe­gen sich mehr oder min­der frei über das Land. Sie gehören den dort leben­den Samen, die sie nur ein­mal im Jahr zusam­men treiben, um ihre Herde zu zählen und die neuen Käl­bchen zu markieren. Das restliche Jahr ziehen sie frei umher, selb­st im tief­sten Win­ter, bei Frost und Schnee.IMG_9435

Und was haben sie an?

Das Ren­tier­fell beste­ht näm­lich aus zwei Lagen, die das Tier auch bei Minus­graden warm hält. Die innere ist dick und dicht, während die äußere Schicht aus hohlen Haaren beste­ht, die die Wärme beson­ders effizient spe­ichert. Auch die Ren­tier­hufen sind an die beson­deren Tem­per­a­turen angepasst. So sind sie im Som­mer weich und porös, um besseren Halt zu geben, während sie im Win­ter klein­er und härter wer­den, um das Ren durch die Schneeschicht­en bewe­gen zu kön­nen.

Lecker Flechten…

Ren­tiere fressen neben Gras, Flecht­en und Pilzen vor allem eine beson­dere Art Moos. Dieses enthält eine Sub­stanz, die ver­hin­dert, dass das Blut durch die eisi­gen Tem­per­a­turen gefriert. Die Tiere erre­ichen im Durch­schnitt ein Leben­salter von etwa fün­fzehn Jahren, kön­nen aber auch bis zu zwanzig Jahre alt wer­den.

Und sonst so?

Das bekan­nteste unter ihnen ist wohl Rudolph. Seine leuch­t­end rote Nase hat schon Forsch­er beschäftigt.  Natür­lich helfen Ren­tiere dem Wei­h­nachts­mann und sie kön­nen fliegen!

Für die Ure­in­wohn­er Lap­p­lands, die Samen, waren Ren­tiere früher über­lebenswichtig. Sie zähmten und jagten sie, fol­gten den Her­den zu Fuß oder mit Skiern. Und auch heute noch spie­len sie im Leben der Sami eine wichtige Rolle.

Am Nord­kapp in Nord­nor­we­gen gibt es für Ren­tiere einen ganz beson­deren Ser­vice: Im Früh­ling brin­gen Lan­dungs­boote der nor­wegis­chen Armee cir­ca 3.800 Ren­tiere über den Magerøy­sund zu ihren Som­mer­wei­den auf der Insel Magerøy. Im Herb­st, wenn die Ren­tiere zu den schneebe­deck­ten Ebe­nen Karasjoks zurück­zukehren, schwim­men sie mit ihren Käl­bern dann allein durch den 1.800 m bre­it­en Sund.

Kleine Galerie: Ren­tiere in Nor­we­gen

 Und zwei knutschende Ren­tiere…

Ren­tier­herde:

 

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