Das private Tagebuch eines traurigen Künstlers

The Radar Post ist ein dänis­ches Musikpro­jekt des Song­writ­ers Esben Svane. Svane veröf­fentlichte bere­its vor eini­gen Jahren eine EP und tourte anschließend umher. Es fol­gten Alko­hol- und Dro­genkon­sum und er ver­fiel nach eigen­er Aus­sage in ein tiefes, schwarzes Loch. Ein Neuan­fang soll The Radar Post sein, mit dem er alle Dunkel­heit ver­ar­beit­et. Das Album hört sich wie das pri­vate Tage­buch eines trau­ri­gen Kün­stlers an, mit allen Hoch und Tiefs, mit Freud und Leid.

Bere­its der erste Song “Fore­word” beichtet mit Svanes markan­ter Stimme von durchzecht­en Nächt­en, Dro­gen und Exzessen und gibt Ein­blick in das Leben des Kün­stlers. “Nothing’s Hold­ing You Back” hört sich wie eine Auf­forderung an, sich selb­st (wieder) zu find­en und endlich das Leben in die eigene Hand zu nehmen. Mit flot­ten Pop-Klän­gen reißt der Song gle­ich beim ersten Hören mit und entwick­elt sich schnell zum Ohrwurm. “Cook­ing up Some­thing” dage­gen ist ruhig und reflek­tiert mit trau­ri­gen Gitar­ren­tö­nen das Leben. Die ins­ge­samt 11 Songs sind schön auf einan­der abges­timmt und erzählen alle­samt eine Geschichte. Musikalisch lässt sich das Album irgend­wo zwis­chen Gitar­ren-Folk und Indi-Pop einord­nen, voll instru­men­tiert und voller Emo­tio­nen. Ein High­light der Plat­te ist defin­i­tiv die trau­rige Bal­lade “Duck Val­ley”, das in wun­der­voller Har­monik mit ruhiger Stimme gesun­gen ist. Auch “Traces” ist ein toller, melan­cholis­ch­er Song, der Ein­blick in das See­len­leben des Kün­stlers gibt. Das Album schließt mit “Get Up! Get Out!” wun­der­bar ab, die Botschaft ist ein­deutig und gibt Hoff­nung.

Info
The Radar Post
Album: The Radar Post
Veröf­fentlichung: 26.02.2016
Label: Nordic Music Soci­ety
theradarpost.net
facebook.com/TheRadarPost

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